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Herr Wondratschek und das Skelett

Von meinem Freund Thomas Spindler, DF6WS - ✝1993 - in memoriam
(Umgestellt auf neue Rechtschreibung, ansonsten keine Änderungen)

Eines Morgens um halb acht, Herr Wondratschek wollte gerade sein Frühstücksei aufschlagen, klingelte es. Herr Wondratschek trat in den Flur und öffnete die Haustür. Draußen stand, erwartungsvoll klappernd, ein Skelett.

Herr Wondratschek war auf Besuch am frühen Morgen nicht vorbereitet und trat deshalb verblüfft einen Schritt zurück, hatte sich aber sofort wieder von seiner Überraschung erholt. Denn er war bekannt für seine eisernen Nerven; deshalb arbeitete er ja auch bei der Post. „Bitte treten Sie näher“ sagte er schließlich. Klappernd kam das Skelett der Aufforderung nach, und Herr Wondratschek schloss schnell die Tür. „Bitte hier entlang!“ sagte er und wies in den dunklen Flur, in dem die alte Standuhr mit wuchtigen Schlägen die Zeit zerteilte und sich dabei für die Stunde 62 Minuten Zeit ließ. (Herr Wondratschek hatte das genau nach geprüft, denn er arbeitete – wie schon gesagt – bei der Post.)

„Danke“, sagte das Skelett mit seltsam hohler, vom Kalkstaub ausgeschmirgelter Stimme. Herr Wondratschek führte seinen unheimlichen Gast ins Wohnzimmer, während in der Küche das Ei kalt wurde, und bot ihm einen Platz an. Er selbst setzte sich in den alten Sessel, wobei dessen Federn angestrengt aufseufzten.

„Also, was kann ich für Sie tun?“ Das Skelett klapperte. „Eigentlich gar nichts. Ich wollte Sie nur einmal besuchen.“

Herr Wondratschek war verblüfft. Der Tag fing ja gut an. Nicht auszudenken, was noch alles passieren würde, wenn schon am frühen Morgen Besuch kam. Er sah auf seine Armbanduhr: Es war Zeit zum Gehen. Er erhob sich (die Federn seufzten erleichtert auf) und sagte: „Dann möchte ich Sie bitten, mein Haus jetzt zu verlassen, da ich zur Arbeit muss.“

Wie man sieht, war Herr Wondratschek ein überaus höflicher Mensch; jemand anderes hätte das Gerippe wahrscheinlich sofort vor die Tür gesetzt. Oder ihm dieselbe vor der Nase zugeschlagen. Oder die Polizei geholt. Oder alles zusammen.

„Nein“, sagte das Skelett, „ich komme mit.“

Herr Wondratschek, der gerade Hut und Mantel genommen hatte, drehte sich um. „Das würde ich an Ihrer Stelle nicht tun. Was glauben Sie, was passiert, wenn man Sie sieht! Man hetzt die Feuerwehr auf uns oder das Überfallkommando!“

„Sie vergessen, dass ich nur in Ihrer Einbildung existiere!“ gab das Skelett zu bedenken.

„Aha!“ rief Herr Wondratschek, dem die Sache langsam zu bunt wurde, „Sie geben also zu, ein Phantom zu sein! Dann verschwinden Sie endlich dahin, wo Sie hergekommen sind!“

Aber das Skelett folgte ihm, verwundert bemerkte Herr Wondratschek, dass die Passanten seinen seltsamen Gast überhaupt nicht wahrzunehmen schienen, ja – sie gingen sogar durch das Gerippe hindurch, als existierte es überhaupt nicht. Dabei hörte er es deutlich klappern.

Jeder andere hätte in einer solchen Situation vermutlich an seinem Verstand gezweifelt, nicht so Herr Wondratschek. Er blieb kaltblütig und behielt die Übersicht, denn, wie wir alle wissen, arbeitete er ja bei der Post.

Endlich kamen sie an der Haltestelle der Straßenbahn an, mit der Herr Wondratschek immer zur Arbeit fuhr. Gerade noch rechtzeitig, denn schon kreischte die Tram um die Kurve. Zischend öffneten sich die pneumatischen Türen, Herr Wondratschek stieg ein und hielt dem Schaffner seine Wochenkarte entgegen. (er war ja bei der Post).

Das Skelett bezahlte nichts, da der Schaffner es nicht sah (die übrigen Fahrgäste auch nicht), und außerdem hatte es wohl auch kein Geld dabei.

Es wurde ein harter Arbeitstag – das Skelett ging Herrn Wondratschek von Minute zu Minute mehr auf die Nerven. Er überlegte krampfhaft, wie er es loswerden könnte, und darunter litt natürlich seine Arbeit; sie wurde flatterhaft und zerstreut. Kurz vor Mittag hielt Herr Wondratschek es nicht mehr aus. Er warf seinen Füllhalter hin und stellt das Schild „geschlossen“ auf seinen Schreibtisch. Hastig verließ er das Amtsgebäude. (Er konnte ohne weiteres einmal früher Schluss machen – erstens war er in seiner Abteilung sein eigener Vorgesetzter, und außerdem wurde es in seiner Heimat, wenn es auch nicht erlaubt war, doch geduldet, denn Beamte – auch wenn sie bei der Post arbeiteten – sind eben auch nur Menschen.)

Er brauchte sich nicht um zu drehen – am Geklapper hörte er, dass sein aufdringlicher Gast ihm immer noch folgte.

Als Herr Wondratschek durch den Stadtpark kam, hatte er plötzlich eine Idee. Er änderte seinen Weg und ging zur Bank. Dort hob er eine größere Summe ab und begab sich alsdann zu einem Motorradhändler, noch immer verfolgt von dem Skelett.

Er betrat das Geschäft, durch dessen große Schaufensterscheiben die chrom blitzenden Maschinen lockten, und verlangte nach dem Geschäftsführer.

Herr Wondratschek machte sich eigentlich nichts aus Motorrädern; er hielt sie im Gegenteil für Symbole eines liederlichen Lebenswandels.

Dann kam der Geschäftsführer. „Womit kann ich dienen?“

„Ich hätte gerne ein Motorrad“, sagte Herr Wondratschek bedächtig, „alles andere ist mir egal, aber es darf nur einen Sitzplatz haben!“

Der Geschäftsführer sah Herrn Wondratschek etwas seltsam an und schob ihn dann nach hinten, bis sie zu einer ausgesprochenen Rennmaschine kamen, einen Traum aus Chrom und Lack, mit Verkleidung und nur einem Sitzplatz.

„Ja“, sagte Herr Wondratschek hastig, „das ist es. Wie viel?“ Er zahlte und erstand auch noch einen Helm und ein Paar Handschuhe, während zwei Gehilfen das Motorrad auf den Hof schoben und startklar machten.

Das Skelett hatte alles mit steigender Verwunderung mitbekommen, aber Herr Wondratschek gab auf seine erstaunten Fragen keine Antwort.

Dann war der Kauf perfekt, Herr Wondratschek setzte den Helm auf, zog die Handschuhe an, schwang sich auf sein Motorrad und brauste davon, hinaus aus der Stadt. Er triumphierte: Jetzt würde ihn dieses widerliche Gerippe nicht mehr einholen können! Aber dann sah er in den Rückspiegel – und direkt in die ewig grinsende Fratze seines lästigen Besuchs. Das Skelett hatte sich am Schutzblech des Hinterrades festgehalten und flog hinterher wie eine Fahne, die nur an einem Ende befestigt ist.

Schockiert machte Herr Wondratschek eine Vollbremsung, das Skelett segelte über ihn hinweg und krachte ein paar Meter weiter vorne auf die Straße.

Mühsam rappelte es sich hoch. „Wo haben Sie eigentlich Fahren gelernt?“ fragte es bissig.

„Zum Donnerwetter!“ rief Herr Wondratschek jetzt zornig (obwohl er bei der Post arbeitete), „verschwinden Sie endlich! Ich kann Sie nicht länger ertragen! Machen Sie, dass Sie fortkommen! Sie gehen mir auf die Nerven!“ Wild gestikulierte er mit den Händen.

„Oh nein,“ sagte das Gerippe empört, „so nicht. Wenn Sie mich vielleicht freundlich gebeten hätten... Aber so wirklich nicht!“

Herr Wondratschek stieß einen Fluch aus und fuhr wieder an. Ein Blick in den Rückspiegel belehrte ihn, dass er immer noch die Begleitung des verwunschenen Gerippes genoss. Dann sah er ein Straßenschild, und gleich darauf hatte er eine neue Idee. Er bog in die Richtung ab, in die das Schild wies.

In der Nähe von Herrn Wondratscheks Heimatstadt gab es ein hohes, schroffes Gebirge, auf dessen höchsten Gipfel eine Seilbahn führte, und Herr Wondratschek nahm Kurs auf die Talstation. Dort kaufte er eine Fahrkarte (das Skelett war ja nach wie vor unsichtbar) und stieg in die Gondel. Diesmal hoffte er, dass das Gerippe ihm folgen würde, was es dann auch tat.

Herr Wondratschek genoss die Aussicht, als die Gondel an ihrem Seil hoch kletterte, und genoss auch die Vorstellung, seinen Quälgeist bald los zu sein.

Das Gerippe wunderte sich un stellte ein paar Fragen; aber Herr Wondratschek antwortete mit Rücksicht auf die anderen Passagiere nicht (was würde das für einen Eindruck machen, wenn jemand laute Selbstgespräche führt – noch dazu, wenn er bei der Post arbeitet).

Endlich waren sie oben. Zielstrebig ging Herr Wondratschek an den Rand eines steilen Abhangs. Ein paar hundert Meter weiter unten war die Talstation zu sehen, wie Spielzeug wirkte sie. Herr Wondratschek wartete, bis das Skelett neben ihm stand. Dann wies er plötzlich den Abhang hinunter und machte ein erstauntes Gesicht. Was er gehofft hatte, traf ein: Das Skelett beugte sich neugierig vor! Herr Wondratschek nahm genau Maß und versetzte ihm einen Stoß. Es verlor das Gleichgewicht , klapperte einmal empört auf und kippte dann über den Rand. „Gute Reise!“ rief Herr Wondratschek und winkte erleichtert hinterher. Ein paar Touristen, die die Aussicht genossen, drehten sich befremdet um.

Mit der nächsten Seilbahn kehrte Herr Wondratschek dann wieder frohgemut ins Tal zurück. Als er aber auf sein Motorrad zuging, stockte ihm das Herz, und er unterdrückte mühsam ein paar saftige Flüche. (Er war sich seiner Verantwortung als bei der Post beschäftigter gegenüber seinen Mitmenschen voll bewusst.) Denn neben der Maschine stand das Skelett, zerschrammt zwar, es fehlten auch ein paar Zähne, ansonsten aber heil und sagte vorwurfsvoll: „Das war nicht nett von Ihnen!“

„Sie hätten mich ja gleich von Anfang an in Ruhe lassen können,“ knurrte Herr Wondratschek und setzte den Helm auf. Er hatte keine Lust, mit einem Gerippe längere Diskussionen zu führen.

Auf der Rückfahrt, das Skelett im Schlepp, rasten seine Gedanken; außerdem wurde es schon dunkel. Er musste sich schleunigst etwas einfallen lassen – und dann kam ihm Herr Cernovitski in den Sinn, ein alter Bekannter, den er schon lange nicht mehr gesehen hatte und der sich schon früher mit okkulten Phänomenen beschäftigt hatte, er war nämlich Bibliothekar. Außerdem wohnte er in der Beingasse, nicht weit vom Friedhof entfernt, in einem alten Haus.

Er empfing Herrn Wondratschek wie einen alten Freund, bot ihm im Wohnzimmer einen alten Ledersessel an und alten schottischen Whisky, während im Kamin ein Feuer aus alten Buchenscheiten lustig prasselte und bizarre Schatten auf die Regale warf, die mit alten Büchern gefüllt waren.

„Was kann ich für Dich tun?“ fragte Her Cernovitski und nahm einen Schluck. Herr Wondratschek erzählte, was ihm widerfahren war, und Herr Cernovitski hörte staunend zu. Von so etwas hatte er noch nie gehört.

„Und das Skelett steht jetzt direkt neben dir?“ fragte er.

„Ja,“ sagte Herr Wondratschek. „Genau hier!“ Er klopfte dem Skelett auf den Schädel, worauf es „Herein!“ rief.

„Nein,“ sagte Herr Cernovitski, „ich sehe nichts. Für mich sieht es so aus, als wenn du in die Luft klopfst. Aber Moment...“

Er ging zu einem Regal und entnahm ihm einige seltsame Instrumente, eine Kristallkugel, ein Prisma und ein eigentümliches Metallgestell, und baute alles auf seinem Schreibtisch auf. Eine Weile justierte er schweigend die Geräte und schüttelte dann den Kopf. „Ich kann es nicht sichtbar machen. Ein ziemlich eigensinniges Phantom!“

Herr Wondratschek nickte wissend.

Herr Cernovitski überlegte eine Weile. Dann wühlte er in einem seiner alten Folianten. Schließlich hatte er gefunden, wonach er suchte: Ein vergilbtes Blatt Papier mit rissigen Rändern, auf dem in einer altertümlichen Schrift etwas geschrieben stand, umrahmt von allerlei magischen Zeichen.

Herr Cernovitski schrieb den Text ab und schob Herrn Wondratschek das Blatt zu. Es war eine Adresse.

„Der Großmächtige Meister wird dir sicher helfen können, denn er ist Spezialist für hartnäckige Quäl-Geister. Versuch' es einmal mit ihm!“

Herr Wondratschek las die Adresse. Der angegebene Ort lag im Nachbarland.

„Auf,“ sagte Herr Cernovitski und sah auf seine Armbanduhr. „Wenn du dich beeilst, kommst du noch rechtzeitig zum Bahnhof. Der nächst Zug dorthin geht in einer Viertelstunde!“

Herr Wondratschek bedankte sich und eilte zum Bahnhof. Er kam gerade noch rechtzeitig und erwischte sogar noch einen Platz im Liegewagen – schließlich war er ja bei der Post – und das Gerippe musste stehen. Herr Wondratschek wurde durch das gleichförmige Rattern bald in den Schlaf gewiegt und erwachte erst, als der Schaffner mit lauter Stimme den Endbahnhof ausrief, der ja auch sein Ziel gewesen war.

Im Bahnhofsgebäude ließ Herr Wondratschek sich Auskunft geben und zog unter einem klaren Sternenhimmel los. Das Skelett klapperte hinter ihm her. „Können Sie denn nicht leise gehen!“ fuhr er es an.

Sie verließen jetzt den Ort und wanderten unter freiem Himmel. Ein frischer Wind kam auf, und Herrn Wondratschek fröstelte. So gingen sie eine ganze Zeit lang, und Herr Wondratschek fürchtete schon, den Weg verloren zu haben. Da sah er in der Ferne ein unstetes Licht. Es drang aus der Behausung des Großmächtigen Meisters, einem groben Gebäude aus unbehauenen Steinen mit altersgebeugtem Dach. Herr Wondratschek klopfte an, und eine knorrige Stimme rief „Herein!“

Der Großmächtige Meister war ein unendlich altes – so schien es jedenfalls Herrn Wondratschek – kleines Männchen mit schlohweißem Haar und einem ebensolchen, mächtigen Bart, das einen weiten Umhang trug, vor sich hin kicherte und ansonsten in einem abenteuerlichen Wust von ehrwürdigen Folianten, Erd- und Himmelsgloben, magischen Instrumenten, Flaschen mit geheimnisvollen Elixieren, altertümlichen Fernrohren und Zetteln mit geheimnisvollen Formeln hauste. Beleuchtet wurde diese phantastische Wohnstatt von einem kleinen Drachen, dem Flammen aus den Nasenlöchern stoben, mal aus dem rechen, mal aus dem linken, und der außerdem rot glühend auf einer Steinplatte lag, denn er war gleichzeitig Heizung.

„Den habe ich von den Blauen Inseln mitgebracht,“ kicherte der Großmächtige Meister und sprang auf seinen Schreibtisch, der meterhoch mit Papier bedeckt war.

„Was ist Ihr Begehr?“

Herr Wondratschek erzählte die Erlebnisse des vergangenen Tages noch einmal.

„Aha!“ rief der Großmächtige Meister, hüpfte vom Tisch und wühlte in den Blättern, bis er die Kristallkugel gefunden hatte.Aber wie ein paar Stunden zuvor Herr Cernovitski, konnte auch der Großmächtige Meister das Skelett nicht erkennen. Zornig murmelte er einige geheime Flüche in seinen Bart und schleuderte die Kristallkugel in eine Ecke. Verblüfft sah Herr Wondratschek, das sie nicht zersprang, sondern ein paar Sprünge durch den Raum machte und schließlich unter einen Schrank rollte.

„Da staunen Sie, was?“ kicherte der Großmächtige Meister, als er Herrn Wondratscheks erstauntes Gesicht sah. „Plexiglas! Wir Magier müssen ja schließlich auch mit der Zeit gehen!“

Er stürzte hinter den Schreibtisch und zog hastig eine seiner unzähligen Schubladen auf. Ein Teil der Papierfracht rutschte herunter, und die Flasche mit der Quintessenz, die am Rande stand, kippte vorn über und zerschellte am Boden, aber der Großmächtige Meister kümmerte sich nicht darum, sondern zerrte ein Brillengestell ohne Gläser aus der Schublade und setzte es sich auf die Nase. „Ah!“ rief er erfreut, „In der Tat! Jetzt ist es zu sehen! Sie haben sich eine nette Begleitung ausgesucht, hihi! Aber gleich ist's vorbei mit dem garstigen Spuk!“ Er griff nach einem Pendel und wirbelte es über seinem Kopf herum, wobei er unverständlichen Beschwörungen murmelte. Dann warf er ein grünes Pulver hinter sich (Worauf der Drache niesen musste, da er es ins Gesicht bekam), und verbeugte sich in alle vier Himmelsrichtungen.

Dann nahm er seinen Zauberstab, legte ihn auf das Skelett an und rief noch einige beschwörende Formeln. Da erzitterte das Skelett, wie von einer gewaltigen Kraft gepackt, wurde zusammen gekrümmt und verschwand schließlich in einem tobenden Wirbel, der zu einer rot glühenden schwebenden Kugel zusammenschrumpfte und mit einem Donnerschlag explodierte, der das Haus bis in die Grundmauern erschütterte.

„So,“ kicherte der Großmächtige Meister vergnügt, „Der Spuk ist vorbei, hihi. Empfehlen Sie mich weiter!“

Herr Wondratschek versprach es, zahlte und erwischte gerade noch den letzten Zug heimwärts.

Seitdem führt Herr Wondratschek wieder ein ungestörtes Leben (er arbeitet ja – wir haben oft genug darauf hingewiesen – schließlich bei der Post), aber immer, wenn er des Nachts durch enge, gepflasterte Gassen geht, in denen der Nachhall seiner Schritte wie Knochengeklapper tönt, dreht er sich gelegentlich um. Und die Adresse des Großmächtigen Meisters hat er stets griffbereit in der Brieftasche. Man kann ja nie wissen...

 

 

 

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