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Was war

Hier sind ein paar Bilder meiner Verflossenen.

690 Duke 4
GT 125 naked
690 Duke 3
RG 80 Gamma
K 1200 RS
R 1100 GS
R 75/6
R 75/5
GS 400

 

KTM 690 Duke 4

Die Duke 3 konnte ich gegen eine geringe Leistung in eine nagelneue Duke 4 eintauschen. Die Duke 4 lässt sich noch ein bisschen leichter fahren, hat einen besser kultivierten Motor (Doppelzündung mit individuellen Kennlinien), hat besseres Licht und vor allem hat sie ABS. Nach 2 Motorrädern mit ABS hatte ich auf der Duke 3 immer ein bisschen Muffen, wenn es hart zur Sache ging. Das ABS ist nur ganz selten einmal angesprungen, aber es gibt Sicherheit.

Die Duke ist ein wunderbares Wandermotorrad für eine Person. 2015 hatte ich damit eine insgesamt 8000km lange Tour unternommen. Österreich, Ausseerland, rund um und kreuz und quer durch die Tauern, über den Großglockner nach Südtirol und dort weiter.

Meine bessere Hälfte fährt mit, allerdings ist die Duke dafür zu klein. Zum Einen konnte man nur minimales Gepäck mitnehmen. Während die Kollegen mit dem Motorrad anreisten, mussten wir mit dem Motorrad auf dem Anhänger anfahren. Zum Anderen stellte sich die Geometrie im Gebirge als ungünstig für den Zweipersonenbetrieb heraus: Der Schwerpunkt ist dann relativ weit hinten. Wenn man nun in einer Steigung beschleunigt, hebt ständig das Vorderrad ab, d.h. man muss Gas wegnehmen und kommt nicht mehr nach. Das passiert speziell nach Kehren, wenn man im kleinen Gang mit viel Drehmoment beschleunigt, aber auch beim Überholen langsamer Fahrzeuge. Man braucht plötzlich viel mehr Platz. (Alleine, auch mit Gepäck bzw. in der Ebene tritt das Problem nicht auf.)

duke4.jpg

Das Bild wurde bei der Rhöntour 2014 aufgenommen. Statt des Soziussitzes ist die Gepäckplatte montiert (das Gepäck ist in der Pension). Auf dem Sitz liegt mein wasserdichter Rucksack. Am Lenker ist das Navigationsgerät montiert.

Die Bezeichnung lässt nicht vermuten, dass die 690 Duke 4 einen anderen, größeren Hubraum hat als die 690 Duke 3. Diese hatte tatsächlich nur ca. 650ccm statt 690ccm. Kein großer Unterschied? Doch! Der Durchzug ist spürbar besser, außerdem läuft sie jetzt auch bei den typischen Stadtgeschwindigkeiten 50km/h und 30km/h sauber und ohne Ruckeln und Kettenschlagen.

Meine Änderungen:

  • Der Soziussitz wird wahlweise durch eine H&B Gepäckplatte mit Verbreiterung ersetzt. Diese Platte dichtet das Werkzeugfach nicht ab. Murks. Ich erstand billig einen gebrauchten Rücksitz, zog den Bezug ab und montierte die Platte fest auf diesem Sitz.
    H&B empfiehlt ausdrücklich, auf dieser Platte kein Topcase zu montieren. Deshalb fahre ich, wenn ich mit Gepäck fahre, mit einer wasserdichten Tasche auf der Platte.
  • Kleine Frontscheibe. Weil man eh' nicht durchguckt und weil es besser aussieht, ist die schwarz. Hauptsache, sie nimmt den Winddruck.
  • Sturzbügel und Sturzpads, damit es bei einem Umfaller keine großen Schäden gibt.
  • Spiegelverbreiterung. Ich will nicht meine Oberarme sehen, sondern den Verkehr hinter mir.
  • Und natürlich eine Ram-Mount-Kugel zur Montage des Navis bzw. der Kamera.
  • Heizgriffe (ich fahre in jeder Jahreszeit) und Griffprotektoren.

Hyosung GT125 naked

Damit machte mein jüngster Sohn die Gegend unsicher. Bilder habe ich keine. Er hat sie leider nicht gepflegt, so dass sich der Zustand schnell verschlechterte. Nachdem er auf das Auto umgestiegen war, verlor er das Interesse und ich setzte sie instand, machte eine HU und verkaufte sie.

KTM 690 Duke 3

Nach einer Probefahrt auf einer Duke war es um mich geschehen. Ein Schlachtschiff gewöhnt, dann halbes Gewicht, halbe Leistung, vierfacher Spaßfaktor. Ein unglaublicher Kurvenräuber. Da mein Töchterlein mittlerweile auf eigenen Rädern unterwegs ist und aus verschiedenen Gründen kein Motorradurlaub auf dem Plan stand, reichte die Duke.

Ich hatte sie aufgerüstet mit

  • Topcasehalter (ich fahre auch Touren, da ist das praktisch)
  • Heizgriffe (wenn Du mir mit "Weichei" kommst, dann hole ich Dich mal im Februar bei -15°C zu einer Tour ab. Ich fahre ganzjährig.)
  • Kleine Cockpitscheibe.

690 Duke 3

Was mir gefiel:

  • Das unglaublich leichte Handling.
  • Sehr agil, klasse Motor. Wo die Duke ist, ist vorne.

Zu bemängeln war:

  • Serienbereifung, die hielt nur 1000km
  • Die Projektionsscheinwerfer sind für so ein hartes Sportgerät eher ungeeignet. Nachts sieht man nichts, andere Verkehrsteilnehmer werden durch das scheinbare Geflacker genervt.
  • Die Originalsitzbank ist eine Folterbank.
  • Die harte Federung. Auf schlechten Straßen fallen Dir die Plomben raus.
  • Bei niedrigen Drehzahlen ist sie sehr bockig. Tipp: kleineres Kettenrad oder größeres Ritzel, damit bei den Stadtgeschwindigkeiten 50km/h bzw. 30km/h die Drehzahl im 3. bzw. 2. Gang über 3000U/min kommt. Ansonsten zickt sie rum. Die geänderte Übersetzung verschiebt das Ruckeln zu minimal niedrigeren Geschwindigkeiten und macht das Motorrad in der Stadt deutlich besser fahrbar.

rg80.jpgSuzuki RG 80 Gamma

Obwohl ich in den Papieren stand, sägte hauptsächlich meine teenagende Tochter damit durch die Gegend. Ab und zu durfte ich auch mal. Machte richtig Spass, zweitaktend durch die Gegend zu knattern. Und machmal schaffte ich es sogar, einen Sonntagsfahrer zu überholen...

Die Reifen sind mittlerweile ein Problem. Die Originalgrößen sind 100/90-16 vorn und 90/90-18 hinten. Dafür gibt es nur noch Oldtimerware oder Chinapneus, die ich ablehne (Qualität, Sklavenarbeit).

Ein verständiger TÜV-Ingenieur trug mir ohne Probleme vorne einen 90/90-16 ein, sogar ohne Reifenbindung. Damit konnte ich den zeitgemäßen Michelin Sporty aufziehen. Was soll ich sagen, der Reifen ist Klasse.

Zufällig fand ich noch einen alten Originalgepäckträger. Damit war der Teenager-Racer fertig. Zur Lehrstelle oder zu Freunden: Frau war unabhängiger. Außerdem sind 2,5l auf 100km ein starkes Argument.

Nun mit eigenem Kind ausgestattet, ist es natürlich schwierig, Moped zu fahren. Ein Auto musste her, die Gamma hatte ihre Schuldigkeit getan und wurde an einen Liebhaber abgegeben. Leider. Denn eigentlich hätte ich noch Spaß daran...

 

K1200RS

BMW K1200RS

130PS, 250km/h

0 auf 100 in 3,4s

300kg vollgetankt

ABS, Heizgriffe

höhenverstellbarer Lenker

höhenverstellbares Heck

Geringe Bodenfreiheit, Fußrasten setzten ständig auf, auch bei hochgestelltem Heck.

Litt unter der bösen BMW-ABS-Krankheit, die vom Hersteller immer noch geleugnet wird. (Ab und zu ohne erkennbaren Anlass, z.B. bei gleichmäßiger Geradeausfahrt Ausfall von ABS und Bremskraftverstärker. Die Reparatur ging zum Glück auf Gebrauchtgarantie. Komplettaustausch der Brems-Zentraleinheit, ca. 2000,-€) Nach Veränderung der persönlichen Verhältnisse habe ich dieses Schlachtschiff abgegeben. Wir hatten schöne Zeiten miteinander, trotzdem bereue ich die Trennung nicht.

 

R1100GS beim FahrsicherheitstrainingBMW R1100GS

80PS, 250kg, ABS, Heizgriffe

Busscheinwerfer

Hier beim AC/DC-Fahrsicherheitstraining. (Foto: Christof Albert, herzlichen Dank!)

Trotz hohem Gewicht sehr wendig, Lastesel, langstreckentauglich.

Hatte gegen Ende ein Problem mit der Benzinpumpe.

An einem nasskalten Wintermorgen auf dem Weg zum Arbeitsplatz auf der Autobahn verschrottet.

Wir waren wirklich ein tolles Paar. Viel unternommen, überall hingekommen, auch mit viel Gepäck. Das war bis dahin mein bestes Motorrad. Auch auf der Autobahn stabil bis zum Höchsttempo (so 190 Sachen lt. Tacho.) Trotzdem fiel mir nach den ständigen Problemen mit der Benzinpumpe im letzten Jahr der Abschied nicht schwer.

Tipp: Michelin Anakee aufziehen. Auf Empfehlung hatte ich auch mal den Pilot Road drauf, aber der Anakee ist deutlich besser für dieses Motorrad. Er sah allerdings am Ende seiner Laufzeit wirklich schlimm aus.

 

BMW R75/6r75-6.jpg

/S-Lenkerverkleidung. Doppelscheibenbremse, Stahlflex. 22l-Tank. 50PS, Pendelneigung bei hohem Tempo.

Nach 18 Jahren treuer Dienste an einen Sammler abgegeben. Man konnte alles selbst reparieren, man musste aber auch ständig was reparieren und darauf hatte ich keine Lust mehr.

BMW R75/5

Umbau optisch wie R75/6. 22l-Tank. Langschwinge. Hochlenker. 50PS, Pendelneigung bei hohem Tempo.

Verkauft, um die 75/6 zu kaufen.

 

Suzuki GS400

Mein erstes Motorrad. War schon beim Kauf ziemlich runtergekommen. Brachte mich ein paar 10000km weit. War sehr zuverlässig, außer bei Regen. (Die wasserdichten Kerzenstecker mochten TÜV und Polizei nicht, die funkentstörten waren nicht wasserdicht. Wasserdichte funkentstörte waren irgendwie nicht bzw. bei meinem Budget nicht zu kriegen.)

Einen Dummen gefunden, der sie mir abkaufte.

 

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