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Das Biest (KTM 1290 Superduke GT)

Nachdem die Duke IV sich als zu klein für Reisen mit der Freundin erwiesen hatte, und auch die Geometrie im Gebirge mit zwei Personen nicht so ideal war, schaute ich mich nach etwas anderem um. Auf meinem Radar war auch die Superduke, aber eher in der Kategorie "interessant, aber unpassend".

Im Herbst 2017 brachte ich meine 690er zur Inspektion. Der Händler verkaufte gerade das aktuelle Modell der Superduke GT zum "Ramschpreis", also ca. 30% unter dem Listenpreis. Mehrere unruhige Nächte später und nach erster Sichtung des Bankkontos vereinbarte ich eine Probefahrt, zwei unruhige Nächte später und nach eingehender finanzieller Planung ("wird schon irgendwie gehen") bestellte ich sie dann. Und zwar die Version "GT", etwas zahmer als die "R" und für Touren vorgesehen, mit Touringpaket, also mit Koffer und Komfortsitzbank.

Ich kann jetzt nachvollziehen, warum sie vom Hersteller als "The Beast" tituliert wird. Das Ding geht barbarisch. Ist zwar nicht ganz so wendig wie meine alte 690er, aber immer noch seeeehr agil. Ein Jornalist schrieb, sie würde ihm ständig sagen: "Ich bin stärker als Du!" Stimmt, das tut sie tatsächlich. Obwohl die Technik gut beherrschbar verpackt ist, kommt man sehr schnell in Bereiche, die sowohl mit der Straßenverkehrsordnung unvereinbar sind, als auch (meine) persönlichen Fähigkeiten weit übersteigen. Ich hänge sowohl an meiner Gesundheit, als auch an meinem Führerschein. Also Obacht.

Nach meinem Gefühl bin ich langsamer unterwegs als mit der 690er, eher gemütlich. Die Freundin behauptet das Gegenteil. Das liegt vermutlich daran, dass auf der 690 permanent Gas und Schalten angesagt war, während das Biest bei gleichem Tempo eher untertourig daherrollt.

Das Biest wird freigelassen: An einem Morgen um halb sechs, auf dem Weg zur Arbeit auf der fast leeren Autobahn habe ich sie mal rennen lassen. Bis Tempo 230 geht's brachial vorwärts, darüber ist immer noch Druck da. Aber es macht auf Dauer keinen Spaß - das Biest brüllt infernalisch, der Wind heult, ein irrsinniger Krach (ich hatte meinen Gehörschutz vergessen). Außerdem ist das sehr anstrengend. Denn niemand rechnet mit einem solchen Geschoß, das mit 70 Metern pro Sekunde angeflogen kommt. D.h. höchste Konzentration, denn wenn da einer ausschert, wird es schnell eng. Als ich abbrach, war der Tacho irgendwo jenseits der 250km/h. Das soll's dann gewesen sein. Ich bezweifle, dass ich jemals wieder in solche Bereiche komme. Die Spaßregion ist woanders.

Da das Moped noch relativ neu ist, kommen Erfahrungsberichte später.

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