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Minijobs

Momentan läuft eine Werbekampagne für Minijobs. Ich will mir ja nichts nachsagen lassen. Ich hatte einige kleinere körperliche Arbeiten zu vergeben, engagierte eine Putzhilfe für regelmäßige Arbeiten sowie einen Schüler für mehrere Kleinstaufgaben und meldete beide an.

Ergebnis beim Schüler

Lohn gesamt: 45€
Unfallversicherung: 50,01€
Sonstige Kosten: rund 20€

Also bei 45€ Lohn ca. 70€ Kosten!

Einer der Fehler war, jede einzelne Tätigkeit anzumelden. Das führt zu Rundungsfehlern. Bei den Sozialversicherungen gab es Beträge im Bereich von 1/2¢ u.ä., grundsätzlich wurde aufgerundet. Ich will mich jetzt nicht um einen Cent streiten. Ich finde es aber schon merkwürdig, dass man mit einem Riesenaufwand solche Beträge berechnen muss, und dass dann bei der Addition von 2 mal 0,5¢ das Ergebnis 2¢ ist.

Mein Fazit: Bei einem Minijob können sich die Abgaben in einigen Fällen auf ein Vielfaches des Arbeitslohns addieren. Außerdem ist der Verwaltungsaufwand immens.

Empfehlung:

Für wirkliche Minijobs lohnt sich der Aufwand nicht! Wenn Du danach wegen des Verwaltungskrams zwei Stunden da sitzt, letztendlich mehr als das Doppelte bezahlst und der Lohnempfänger nicht wirklich etwas davon hat (oder glaubt wirklich jemand, dass 1/2¢ in die Rentenkasse ihm in 50 Jahren wirklich helfen?), dann lass das sein. Mach' den Job selbst.

Wenn im Jahr mehr zusammenkommt, wie z.B. bei der Putzhilfe (in der Summe ein paar hundert Euro), dann kommt das Verhältnis von Lohnkosten zu Lohnnebenkosten in einen akzeptablen Bereich. Wenn Du nicht den Fehler machst, monatlich abzurechnen.

Rechnest Du einmal am Jahresende ab, bist Du zumindest vom eigenen Aufwand her im akzeptablen Bereich.

 

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